Die Schafskälte hat heuer ihrem Namen alle Ehre gemacht. Pünktlich wie selten erreichten den Alpenraum feuchte und vergleichsweise kühle Luftmassen, der erste meteorologische Sommermonat zeigte sich somit bislang alles andere als warm und trocken. Doch geht das ewig so weiter? Wir werfen ein Blick in die nicht allzu ferne Zukunft ...
Die Wetterlage war in den letzten Tagen sehr meridional ausgeprägt, das heißt das Wetter änderte sich rasch. Eine ganze Reihe an Feuchtluftstaffeln erreichte vom Atlantik ausgehend den Alpenraum und führte zu einer regen Schauer- und Gewittertätigkeit. Allerdings gab es dazwischen immer wieder Tage mit Föhneinfluss, an denen das Quecksilber auf die 30-Grad-Marke getrieben wurde. Wiederum gefolgt von Kaltlufteinbrüchen der nächsten Front (z.B. Bodenfrost am 6. Juni).
Das Soll des mittleren Juniniederschlags wurde inziwschen regional nach 10 Tagen bereits erreicht, im Vergleich zum Mittel war es im Inntal (Rinn mit bislang 130 %, Innsbruck mit 100 %) oder auch im Wald- und Weinviertel (125 % in Allentsteig und Poysdorf) ausgesprochen nass. Absolut gesehen am nassesten war es in der Bodenseeregion mit über 200 l/qm (Bregenz, Alberschwende).
Sonnige Aussichten? Sonnige Aussichten!
Bislang wurde das Maximum an Sonnenstunden kaum ausgenützt, an den sonnigsten Stationen Österreichs wurden bisher im Juni gerade einmal 80 Stunden registriert: Maximal möglich sind in den den ersten 10 Junitagen aber über 150 Stunden! Das wird sich in den nächsten Tagen ändern:
Nach einem wechselhaften Mittwoch mit vielen Restwolken, einigen Schauern und noch gedämpften Temperaturen geht es ab Donnerstag langsam bergauf. Mit zunehmendem Hochdruckeinfluss setzt sich trockenes und recht freundliches Wetter durch. Restwolken lösen sich bald auf und nachfolgend gibt es viel Sonnenschein. Nur vereinzelt bilden sich zwischen den Zillertaler und den Lavanttaler Alpen Schauer oder Gewitter. Mit 19 bis 25 Grad wird es teilweise schon sommerlich.
Der Freitag verläuft unter Südföhneinfluss noch etwas wärmer. Meist scheint von der Früh weg die Sonne, nur in einzelnen Tälern können sich zu Beginn Nebelfelder halten. Im Tagesverlauf bilden sich gebietsweise Quellwolken, am Alpenhauptkamm und im Südosten ist ein abendlicher Schauer oder ein Wärmegewitter nicht ganz auszuschließen. Meist bleibt es aber auch hier trocken. Die Temperaturen steigen auf 22 bis 27 Grad
Am Wochenende wird es mit Unterstützung von teils lebhaftem Südföhn sommerlich heiß und vor allem im Flachland sehr sonnig. Über den Bergen entstehen ein paar Quellwolken, die aber nur vereinzelt zu Gewittern heranwachsen. Die Temperaturen erreichen 26 bis 31 Grad, örtlich sind auch bis zu 33 Grad möglich.
Pack die Badehose ein ...
Wer sich bei diesen hochsommerlichen Temperaturen ins kühle Nass stürzen will, muss sich in den Badeseen allerdings auf sehr frische Bedingungen einstellen. Die größten Seen im Salzkammergut weisen Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad auf, auch der Bodensee verzeichnet noch kühle 17 Grad. Etwas wärmer sind die Seen in Kärnten, der Wörthersee bietet 20 Grad. Ähnlich temperiert sind auch die Alte Donau und der Neusiedler See.
Dann heißt es auch wieder kräftig einschmieren, ein Blick auf den UV-Index lohnt sich auf jeden Fall: http://at.wetter.tv/de/uv_index
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