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Rückblick auf die Gewitter vom 11.07.2012

12. Juli 2012

Blitze (rote Pluszeichen) und Hagel (grün bis gelb) am 11.07.2012

Blitze (rote Pluszeichen) und Hagel (grün bis gelb) am 11.07.2012

Mit der gestrigen Kaltfront ging eine etwa zweiwöchige Wetterphase zu Ende, in der Österreich ständig in der Übergangszone zwischen extrem heißer und feuchter Mittelmeerluft im Osten und merklich kühlerer Luft im Westen lag. Dabei kam es beinahe täglich zu schweren Unwettern, besonders schwer getroffen hat es dabei die Regionen zwischen dem Tiroler Unterland und der westlichen Steiermark. Diese Regionen sind auch am gestrigen Tag nicht von Unwettern verschont geblieben.

Im Vorfeld der Kaltfront entwickelten sich in den Mittagsstunden die ersten kräftigen Gewitter mit Hagel und Starkregen. Dabei bildeten sich die ersten Gewitter im Weinviertel sowie in der Buckligen Welt. Eine weitere sehr intensive Gewitterzelle zog vom bayrischen Chiemgau entlang des Alpenrands über das Flachgau bis ins oberösterreichische Sengsengebirge und brachte zeitweise Hagel bis zu 3 cm Durchmesser. Eine ähnlich starke Zelle zog zur gleichen Zeit vom Tiroler Unterland bis in den Pongau.

Als sich diese ersten kräftigen Gewitter allmählich abschwächten, setzte in Kärnten, der Steiermark sowie im Burgenland so richtig die Konvektion ein. Hier entstanden vom Bergland ausgehend zahlreiche unwetterartige Gewitterzellen, die gebietsweise zu Hagelschäden, Überflutungen, Vermurungen führten und besonders im Klagenfurter Becken auch Schäden durch heftige Windböen verursachten.

Von unseren Usern wurden zum Beispiel aus Leibnitz (ST) oder Ritzing (B) Hagelschloßen mit bis zu 4cm Durchmesser gemeldet. Des Weiteren kam es regional zu enormen Regenmengen. Spitzenreiter war dabei gestern die Wetterstation in Deutschlandsberg (ST) mit 77 Liter pro Quadratmeter, wobei der Großteil des Regens innerhalb einer Stunde fiel. Ebenfalls knapp über 50 Liter pro Quadratmeter fielen an den Messstationen in Mönichkirchen (NÖ) und Neumarkt (ST).

Von den gestrigen Unwetter weitestgehend verschont blieb zum einen der äußerste Westen, zum anderen aber auch der gesamte Donauraum inklusive Wien sowie das Mühl- und Waldviertel.

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