Alle Jahre wieder kreuzt die Erde die Bahn des Kometen Swift-Tuttle, wodurch häufiger Sternschnuppen zu beobachten sind. Der diesjährige Höhepunkt des Sternschnuppen- regens steht in der Nacht vom 12. auf den 13. August bevor. Das Wetter wird dabei kaum wo ein Spielverderber sein.
Erste Sternschnuppen sind ja bereits seit Mitte Juli zu beobachten. Eine besondere Häufung ist aber im Zeitraum vom 10. bis 14. August zu erwarten. Dabei handelt es sich um Staubteilchen des Kometen Swift-Tuttle, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre verdampfen. Da die Sternschnuppen im August scheinbar aus dem Sternbild des Perseus auftauchen, werden diese auch als Perseiden bezeichnet.
Warum Sternschnuppen leuchten
Beim Eintreffen der meist nur wenige Millimeter großen Staubteilchen eines Kometen in die Erdatmosphäre verdampfen diese. Durch den Zusammenstoß der Luft- und Staubteilchen werden zunächst Elektronen aus dem Kern des Luftatoms herausgerissen. Bei der anschließenden Wiedervereinigung der Ladungsträger zu einem neutralen, also mit gleich vielen positiven wie negativen Ladungsträgern besetztem, Atom oder Molekül wird Energie frei gesetzt. Diese Energie wird für uns in Form von Strahlung, einem kurzen oder manchmal auch längerem Aufleuchten, des Kanals, in dem sich das Staubkorn des Kometen beim Verdampfen bewegt, sichtbar.
Die besten Beobachtungsbedingungen
Für diese Beobachtung eignen sich Orte fernab von künstlichen Lichtquellen am besten. Vor allem Berggipfel sind hierfür aufgrund der fehlenden Dunst- und Feinstaubpartikel ebenfalls sehr beliebt. Die Chance auf die meisten Sternschnuppen bietet sich heuer in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Der Blick sollte dabei Richtung Nordosten auf das Sternbild des Perseus gerichtet sein. Auch das Mondlicht stört im Gegensatz zum Vorjahr heuer kaum, da nur eine kleine Mondsichel sichtbar ist.
Sternschnuppen als Gefahr im Flugverkehr?
Untersuchungen der NASA haben ergeben, dass sich Staubteilchen des Kometen Swift-Tuttle kaum näher als 75 Kilometer an die Erdoberfläche heranwagen, ehe sie sich vollständig „in Luft verwandeln“. Die Mehrheit der Staubpartikel verdampft sogar bereits in einer Höhe von 90 Kilometern. Gefahr für den Menschen, weder am Boden noch in der Luft, besteht also somit keine, denn selbst Flugzeuge sind bei einer üblichen Reisehöhe zwischen 10 und 15 km über Grund noch weit davon entfernt.
Das Wetter spielt mit
Nach aktuellem Stand wird auch das Wetter kaum wo ein Spielverderber sein. Die Prognosekarten versprechen für die Nacht des auftretenden Sternschnuppen-Maximums einigermaßen gute Bedingungen. Vor allem von Salzburg ostwärts ist der Himmel oft nur gering bewölkt. Weiter westlich wird sich zumindest die erste Nachthälfte noch einigermaßen gut eignen, dann ziehen hier aber allmählich Wolken und Regenschauer auf. Für genauere Infos zum Wetter in Ihrer Region finden Sie beim Vorhersagefilm für Wolken und Regen in Österreich.
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