Update, 29. August 2012, 14:30 MESZ
Mittlerweile hat ISAAC das amerikanische Festland erreicht. Das Zentrum des Hurrikans der Stufe 1liegt derzeit, wie am Satellitenbild von 13 Uhr MESZ
erkennbar, knapp nordwestlich von New Orleans. Laut Berichten sind in diesen Regionen bereits 300.000 Menschen ohne Strom. In Folge der Kombination aus Sturmflut und Niederschlagsmengen um 80 Liter pro Quadratmeter sind zudem erste Dämme übergelaufen. Ein Video vom 28. August aus dieser Region lässt die Auswirkungen erahnen.
In den kommenden Stunden verlagert sich der Hurrikan weiter nordwest-, später nordwärts und schwächt sich dabei langsam am.
Update, 27. August 2012, 13.45 MESZ
Nach den neuesten Berechnungen verläuft die potentielle Zugbahn von Hurrikan ISAAK deutlich westlicher als ursprünglich gerechnet. Damit könnte der Sturm auch für New Orleans eine Gefahr darstellen, sollte das Zentrum des Hurrikans wie berechnet sehr nahe an der Stadt vorbeiziehen.
In der Nacht auf Mittwoch trifft der Kategorie-2-Hurrikan mit einem Mittelwind von 130 km/h und Spitzenböen bis 200 km/h auf die Küste, und schwächt sich nachfolgend rasch zu einem Tropensturm ab.
Das Gefährlichste bei diesen Stürmen ist allerdings nicht nur der Wind, sondern die stundenlang heftigen und gewittrig durchsetzten Regenfälle. Im Extremfall muss man in den Küstenregionen Louisianas mit Regenmengen bis zu 500 Liter pro Quadratmeter rechnen, die in einem Zeitraum von 2-3 Tagen fallen. Damit wird allerdings ein Gebiet der USA mit Regenmassen gesegnet, das im Gegensatz zum Mittleren Westen nicht unter Trockenheit leidet, siehe auch die Abbildung zum Niederschlag der vergangenen 3 Monate (prozentual zum Klimadurchschnitt).
Bevorzugt an der Nordostflanke des Hurrikans sind auch Tornados möglich, da diese durch extreme bodennahe Scherwinde und instabilen Luftmassen idealen Nährboden finden. Durchschnittlich produziert ein "Landfall"-Tropensturm in den USA mindestens einen Tornado. Rekordhalter ist bisher Hurrikan IVAN (2004) mit 127 Tornados.
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Nachdem letzte Woche der Hurrikan GORDON auf einer eher ungewöhnlichen Zugbahn Teile der Azoren heimgesucht hat, wütet in den nächsten Tagen der tropische Sturm ISAAC wieder in üblichen Gefilden, nämlich in der Karibik. Noch ist ISAAC von den Kriterien her kein Hurrikan, doch aufgrund seiner sehr ungünstigen Zugbahn besitzt er ein erhöhtes Schadenspotential für gleich mehrere Karibikstaaten.
Momentan befindet sich Isaac über Haiti und wird dort mit enormen Regenmengen für Überschwemmungen und Vermurungen sorgen. In weiterer Folge zieht er über den Ostteil von Kuba wieder auf das bis zu 30 Grad warme offene Meer hinaus und verstärkt sich dort nach momentanen Stand zu einem Hurrikan der Kategorie1. In der Nacht auf Montag streift er nach derzeitigen Berechnungen den Süden von Florida und vor allem die vorgelagerten Keys werden von ihm betroffen sein. Dabei ist mit einer Sturmflut und Windgeschwindigkeiten bis zu 140 km/h zu rechnen. Auch das Programm auf dem Parteitag der Republikaner, der ab Montag in Tampa/Florida stattfindet, wurde bereits auf den Tropensturm angepasst.
Danach zieht Isaac in den Golf von Mexiko und trifft dann voraussichtlich in den Nacht auf Mittwoch im Nordwesten von Florida wieder auf Land. Dort schwächt er sich im Landesinneren rasch ab, allerdings ist dann weiterhin mit enormen Regenmengen zu rechnen. Nach derzeitigem Stand wäre die Millionen-Metropole New Orleans nur am Rande vom Tropensturm betroffen. Über die genaue Zugbahn und Entwicklung von Isaac werden wir euch in den nächsten Tagen mit Updates auf dem Laufenden halten.
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