Taifun BOLAVEN am 25.08.2012, Quelle: NASA
Vor einer Woche wütete ein Taifun der Kategorie 4 über dem Nordostpazifik. Er zerstörte bei seiner Zugbahn über Japan, Süd- und Nordkorea und Russland mehrere tausend Häuser und forderte über 80 Menschenleben. BOLAVEN war der schlimmste Taifun in dieser Gegend seit 13 Jahren. Hier gibt es mehr über den genauen Ablauf der Ereignisse:
18. August 2012: Ein tropisches Tiefdruckgebiet im Nordostpazifik wird von Meteorologen beobachtet, weil es Potenzial hat sich zum Taifun zu entwickeln.
20. August 2012: Mittlerweile hat sich aus dem Tiefdruckgebiet ein tropischer Sturm entwickelt. Sein Name: BOLAVEN.
21. August 2012: BOLAVEN wird zum Taifun der Kategorie 1 auf der Saffir-Simpson-Skala hochgestuft.
22. August 2012: Inzwischen hat der Taifun Kategorie 2 erreicht.
23. August 2012: Weiterhin bewegt sich BOLAVEN über den Ozean, doch nun bereits mit Kategorie 3.
24. August 2012: Mit mittleren Windgeschwindigkeiten von etwa 240 km/h wird nun Kategorie 4 erreicht. Der Sturm bewegt sich auf die japanische Ryukyu Inselkette zu.
25. August 2012: BOLAVEN erreicht am Gipfel seiner Intensität die Ryukyu Inseln. Auf Okinawa werden Niederschlagsmengen von 551,5 L/m² gemessen. Die Regenrate beträgt 150 L/m² in der Stunde.
26. August 2012: Mit seiner langsamen Zuggeschwindigkeit von nur 15 km/h befindet sich der Taifun immer noch über den Ryukyu Inseln. Eine Person wird laut Medienberichten von einem über die Ufer getretenen Fluss weggespült und ertrinkt.
27. August 2012: Der Chinesische Wetterdienst gibt Warnungen für das Gelbe Meer und die Ostchinesische See aus. Wellenhöhen von bis zu 12 m werden erreicht. Vor der Küste Südkoreas sinken zwei chinesische Fischkutter. 12 Personen ertrinken, 18 konnten gerettet werden. In Südkorea werden 23.000 Menschen evakuiert.
28. August 2012: BOLAVEN erreicht die Koreanische Halbinsel. In Südkorea sind 1,9 Millionen Häuser ohne Strom. Hier fordert der Sturm 19 Menschenleben. In Nordkorea sterben 48 Personen und 21.000 sind obdachlos.
29. August 2012: Der Sturm zieht über das russische Festland, wo er sich schließlich abschwächt und auflöst.

Zugbahn von BOLAVEN, Quelle: Wikipedia
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