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Warum verfärben sich die Blätter im Herbst?

09. September 2012

Quelle: Mierdi, fotolia.comQuelle: Mierdi, fotolia.comAuch wenn wir uns in diesen Tagen noch über spätsommerliches Kaiserwetter freuen können, ist der Herbst nicht mehr weit. Die Nächte werden länger und die Tage kürzer, etwa um 4 Minuten jeden Tag. Dadurch wird es immer kühler, was nicht nur uns Menschen veranlasst, sich auf die kommende kalte Jahreszeit vorzubereiten. Auch die Bäume bereiten sich auf den Winter vor. Die Laubwälder beginnen sich bunt zu färben, aber warum tun sie das überhaupt?

Laubbäume betreiben in den warmen Jahreszeiten Photosynthese, bei der sie mit Hilfe von Sonnenlicht Wasser und Kohlendioxid in Traubenzucker und Sauerstoff umwandeln. Dies macht ihnen der grüne Farbstoff Chlorophyll möglich. Um diesen wertvollen Stoff im Winter nicht zu verlieren beginnen die Pflanzen, sobald zu wenig Sonneneinstrahlung da ist um wirkungsvoll Photosynthese zu betreiben, den Blättern das Chlorophyll zu entziehen. Sie wandeln es dann in eine farblose Form um und lagern es in ihre Zellen ein.

Der intensiv grüne Farbstoff hat andere im Blatt vorhandene Farbstoffe überdeckt, die nun sichtbar werden. So färben sich beispielsweise Lärchen und Birken gelb bis goldgelb aufgrund von Karotin. Für die rote Farbe von Eiche und Ahorn ist Anthocyan verantwortlich. Durch Gerbstoffe kommt die braune Färbung von Buchen und Eichen zustande.

Zum Eigenschutz werfen die Bäume ihre Blätter ab, sobald sie ihnen jegliches Chlorophyll entzogen haben. Einerseits könnte viel wertvolles Wasser an der großen Oberfläche der Blätter verdunsten, andererseits würde das Wasser in den Blattzellen sehr schnell gefrieren. Zudem würde bei Schneefall auf einem Baum mit Blättern mehr Schnee liegenbleiben und Äste könnten durch die Schneelast abbrechen.

Nadelbäume, abgesehen von der Lärche, haben eine ganz andere Überwinterungsstrategie. Ihre "Blätter" bleiben das ganze Jahr über grün und fallen in der kalten Jahreszeit nicht ab. Dadurch, dass die Nadeln ganz schmal sind, verdunstet weniger Wasser an der kleineren Oberfläche. Zudem ist die äußere Zellschicht sehr dick und von Wachs überzogen. Darüber hinaus wirkt Zucker als "Frostschutzmittel" um das Gefrieren des in den Nadeln enthaltenen Wassers zu verhindern.

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