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Hurrikan Sandy richtet viele Schäden an

30. Oktober 2012

Wirbelsturm Sandy trifft auf die US-OstküsteWirbelsturm Sandy trifft auf die US-OstküsteDer ehemalige Hurrikan "Sandy" hat im Nordosten der Vereinigten Staaten mindestens 45 Tote gefordert und massive Schäden verursacht. Am Dienstagmorgen waren zeitweise etwa acht Millionen Menschen ohne Strom, selbst in Teilen Manhattans gingen die Lichter aus. An der Küste des US-Bundesstaates New Jersey sowie in Teilen New Yorks gab es durch die mit dem schweren Sturm einhergehende Flut zahlreiche Überschwemmungen.

Ex-Hurrikan "Sandy" hat sich mittlerweile in ein sogenanntes außertropisches Sturmtief umgewandelt und lag am Dienstagnachmittag mitteleuropäischer Zeit mit seinem Zentrum über dem Bundesstaat Pennsylvania. Dennoch sorgt das Unwettertief noch immer für großflächige Störungen durch heftigen Wind, Starkregen und gebietsweise sogar Schnee. Aufgrund des gefährlichen Wetters wurden einige Atomkraftwerke im Einflussbereich des Orkans vorsorglich abgeschaltet.

Orkanböen und Sturzfluten

Vom Bundesstaat Maine im äußersten Nordosten der USA bis nach Maryland wurden gestern Abend sowie in der letzten Nacht Windspitzen von 100 bis über 130 km/h gemessen. Die heftigsten Winde trafen dabei die Küsten von Long Island. In der Ortschaft Eatons Neck, New York wurde eine Spitzenböe von 154 km/h registriert, in Tuckerton, New Jersey waren es 142 km/h. MIt dem Sturm gab es vielerorts schwere Regenfälle, für viele Counties im Nordosten der USA wurden vom nationalen Wetterdienst Hochwasserwarnungen ausgegeben. In Wildwood Crest an der Südspitze New Jerseys fielen fast 300 Liter pro Quadratmeter Regen, verbreitet waren es in den betroffenen Staaten 50 bis über 100 Liter pro Quadratmeter.

Schneestürme in den Appalachen

Während in den Küstenregionen am Atlantik Sturmflut und zerstörerische Böen das Hauptproblem waren, gab es besonders an der Westseite der Appalachen einen überaus heftigen Wintereinbruch. Vor allem der Bundesstaat West Virginia war von starken Schneefällen betroffen, zeitweise kam es zu blizzardartigen Bedingungen mit bis zu 50 Zentimetern Neuschnee in einigen, etwas höher gelegenen Regionen. Durch den oftmals schweren, nassen Schnee brachen Äste ab und rissen Stromleitungen, viele Straßen waren nur schwer passierbar.

Milliardenschäden

"Sandy" geht in den USA bereits jetzt in die Geschichtsbücher als eines der teuersten Unwetter der letzten Jahrzehnte ein. Versicherungsexperten gehen davon aus, dass sich die Schäden nach einer ersten Einschätzung auf mindestens 20 Milliarden US-Dollar belaufen. Diese hohe Schadenssumme liegt jedoch nicht allein an der Intensität des Sturms, sondern auch in der Tatsache, dass ein sehr dicht besiedeltes Gebiet mit über 60 Millionen Einwohnern betroffen wurde, deren Infrastruktur zudem auf Stürme und Hurrikane etwas weniger gut vorbereitet ist als beispielsweise der Südosten der USA.

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